Das „Trike“ ist für die meisten Menschen aufgrund geringer Verbreitung und Pressearbeit seitens der Hersteller noch kein allzu gängiger Begriff und die meisten wissen nicht, was damit gemeint ist, obwohl sich das Trike in den letzten Jahren stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Im Prinzip ist das Trike die „erwachsene Variante“ des bei Kleinkindern sehr beliebten Dreirads, nur eben als „erwachsene“ motorisierte Version.

Ein Trike ist aber auch eine Mischung aus Auto und Motorrad, denn das Fahrzeug besitzt zwei Hinterräder wie ein Auto, aber nur ein Vorderrad wie ein Motorrad. Es erinnert an ein in der Mitte auseinander gesägtes Auto, an das vorne ein Motorrad montiert wurde. Und in der Tat, man glaubt es kaum, entstand so in den siebziger Jahren in einer Bastler-Garage das erste Trike. Das zersägte Auto war übrigens ein VW Käfer; aus diesem Grund wurden die von Herstellern produzierten Trikes lange Zeit mit VW-Motoren im Heck ausgerüstet.

Da aber die Produktion von Käfer-Motoren nicht ewig bestehen wird, passten sich die Hersteller mit der Zeit der modernen Automobilindustrie an. Heute finden sich die Motoren und die Technik vieler namhafter Autohersteller in Trikes. Mit dieser Entwicklung ging natürlich auch eine Modernisierung und Aufrüstung der Trikes einher. Während die alten Trike-Modelle bei gerade einmal 34 PS mit Mühe und Not 120 km/h schafften, leisten die neueren Modelle mit durchschnittlich 130 PS schon einiges mehr; die Spitzenleistungen heute liegen bereits weit über 200 PS und stehen einem Auto in nichts mehr nach. Dass bei solchen Geschwindigkeiten die entsprechende Sicherheitskleidung und Helm erforderlich sind, versteht sich von selbst.

Der Reiz der Trikes besteht darin, dass sie das freie Fahrgefühl eines Motorrads mit der stabilen Straßenlage eines Autos vereinen. Deswegen entscheiden sich auch oft diejenigen für ein Trike, die das Risiko des Motorradfahrens nicht mehr wagen wollen oder sich dafür aus irgendeinem Grund schon zu alt fühlen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man zum Trikefahren nicht erst einen Motorradführerschein machen muss, sondern ganz bequem mit dem normalen Autoführerschein fahren kann. Ganz davon abgesehen, finden auch Frauen wegen des größeren Sicherheitsgefühls mehr Gefallen an den Dreirädern als am Motorrad mit zwei Motorradreifen.